Biografie «Wo Jesus barfuss geht»
In ihrer Biografie berichten Markus und Katharina Freudiger, wie sie Gottes Ruf in den Slum von Kolkata folgen – und dort Jesus mitten unter den Ärmsten finden, wo Hoffnung am nötigsten ist. Eine berührende Geschichte über Glauben, Hingabe und Gottes Wirken.
Dem Ruf Gottes folgend ziehen Markus und Katharina in einen Slum in Kolkata, um Hoffnung zu bringen. In den Menschen am Rande der Gesellschaft erkennen sie Jesus wieder. Sie suchen nach einer «Person des Friedens» und nach einer Schlüsselperson. Dabei handelt es sich weder um einen einheimischen, gestandenen Pastor mit einem weiten Herz für die Armen noch um einen erfahrenen christlichen Geschäftsmann, … sondern ein siebzehnjähriges Hindu-Mädchen namens Jaya aus dem elendesten Slum.
Sie ist wissensdurstig, kennt die Lage der Slumbewohnerinnen aus erster Hand und entwickelt sich umgehend zu einer tragenden Säule.
Nähmaschinen werden zu Hoffnungsankern
Sieben Jahre lang lebt die Familie Freudiger Tür an Tür mit den Menschen im Slum. Sie sehen, wie Menschen wie Abschaum behandelt werden und wie eine ganze Gemeinschaft den Bulldozern weichen muss.
Während das unbarmherzige Kasten-System jegliche Würde zunichtemacht, sehen Markus und Katharina in diesen Menschen Jesus widerspiegelt. Durch den Aufbau von «ConneXions», einem Ausbildungs- und Produktionsbetrieb, in dem unter anderem Karten, Decken und Taschen hergestellt werden, finden Dutzende von Slum-Bewohnerinnen ein Einkommen, eine Lebensgrundlage und tragfähige Beziehungen.
Auf der grossen Hollywood-Leinwand
Produkte, die bei ConneXions hergestellt werden, werden im Film «Pirates of the Caribbean 1» getragen. Markus erinnert sich: «Als wir das Zentrum vor über 20 Jahren eröffneten, kam eine Frau aus Grossbritannien. Sie fragte, ob wir Sari-Kanta-Decken nähen können. Das sind alte Saris, bei denen verschiedene Schichten aufeinandergeschichtet werden.»
Sie fragt, ob bei «ConneXions» solche Produkte etwas verfeinert werden können und sie nimmt einige mit nach England. «Diese wurden dann für Piraten-Kostüme von Filmschauspielern verwendet.» Johnny Depp, Orlando Bloom und andere Schauspieler lieben die Kostüme. «So bekamen wir mehr und mehr Bestellungen. Das legte den Grundstein, dass dieses Produkt so bekannt und beliebt geworden ist.»
Geschichten der Hoffnung
Nach seiner Rückkehr in die Schweiz beginnt Markus bald seine Arbeit für die Lepra-Mission – zunächst als Co-Geschäftsleiter. Diese Aufgabe führt zu einer neuen Berufung und bald darauf erneut nach Asien, vor allem nach Indien und Nepal.
Gelegentlich ist auch seine Frau Katharina dabei. Sie erinnert sich an eine besondere Begegnung mit einer jungen, quirligen Frau im Anandaban-Spital in Nepal: «Sie sass etwas abseits, während sich die übrigen Personen um Markus und mich versammelt hatten.»
Doch die gutgelaunte Frau winkt munter weiter. Schliesslich geht Katharina zu ihr. «Als ich vor ihr stand, erkannte ich sofort den Grund, warum sie nicht selbst zu mir kommen konnte. Parbati hatte keine Finger mehr und auch ihre Füsse fehlten. Lepra hatte tiefe Spuren an ihrem Körper hinterlassen.
Und dennoch war Parbati voller Leben. Trotz alledem, was sie durchgemacht hatte, war sie voller Dankbarkeit. Da die bengalische Sprache dem Nepalesischen ähnlich ist, konnten wir ein paar Worte miteinander wechseln. Sie freute sich überschwänglich darüber und sie umarmte mich immer wieder. Was mich verblüffte: Trotz ihrer Behinderung war sie in der Lage, sehr schnell zu stricken. Parbati und ich verstanden uns blendend und wir konnten uns fast nicht mehr verabschieden.»
Das Buch «Wo Jesus barfuss geht» erscheint in den nächsten Tagen im SCM Hänssler Verlag. Bereits jetzt kann es mit wenigen Mausklicks hier in unserem Shop bestellt werden.