Lepra-Mission geht als Schlüsselpartner die letzte Meile
Novartis wird in Partnerschaft mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für mindestens fünf weitere Jahre kostenlos die MDT-Behandlung für Lepra-Patienten bereitstellen. Als Partner sorgt die Lepra-Mission dafür, dass die Medikamente anschliessend bei den Betroffenen ankommen und tausende Menschenleben verändert und gerettet werden können.
Novartis wird die «Multi Drug Therapy» (MDT) für von Lepra betroffene Menschen weitere fünf Jahre lang weltweit kostenlos zur Verfügung stellen. Damit sollen bis 2030 eine Million Menschen zusätzlich behandelt und unzählige neue Erkrankungen verhindert werden.
Zu diesem Zweck hat das Pharmaunternehmen mit der WHO ein «Memorandum of Understanding (MoU)» abgeschlossen. Im Rahmen dieser Absichtserklärung wird Novartis weiterhin MDT und Clofazimin für alle Lepra-Patienten bereitstellen.
Eines der längsten Programme dieser Art
Damit liefert Novartis nun seit 25 Jahren die MDT kostenfrei – eines der längsten Medikamentenspendenprogramme im globalen Gesundheitswesen.
Das neue Abkommen umfasst ausserdem eine fünfjährige Finanzierung für die Beschaffung und Verteilung von Einzeldosis-Rifampicin (SDR) zur Postexpositionsprophylaxe. Dadurch kann das Lepra-Risiko bei Kontaktpersonen deutlich gesenkt werden. Es wird gehofft, dass nun viele weitere Länder dieses Angebot annehmen.
«Wir von der Lepra-Mission Schweiz danken Novartis für diesen wertvollen Beitrag, der buchstäblich täglich zahlreiche Leben rettet», sagt Markus Freudiger, Geschäftsleiter der Lepra-Mission Schweiz.
Jährlich noch immer 200’000 Neuerkrankungen
Lepra ist eine der ältesten Infektionskrankheiten der Welt – und dennoch gibt es jedes Jahr noch rund 200’000 Neuerkrankungen.
In den vergangenen 25 Jahren hat diese Partnerschaft mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Eliminierung von Lepra weltweit mehr als 8,3 Millionen Menschen mit über 77 Millionen Blisterpackungen kostenloser Behandlung erreicht.
Lepra-Mission seit 152 Jahren engagiert
Der Zugang zu einer Lepra-Behandlung ist entscheidend für die weltweiten Bemühungen, die Krankheit zu eliminieren. «Da sich viele Betroffene in ländlichen Gebieten befinden, ist dieser Zugang besonders wichtig. Es ist insbesondere auch die Lepra-Mission, die mittlerweile im 152. Jahr Führsorge, Früherkennung und Versorgung betreibt. Dadurch konnten bereits unzählige Übertragungsketten gebrochen werden», bilanziert Markus Freudiger. Dank der Lepra-Mission kommen MDT und andere Medikamente zuletzt zu den richtigen Menschen. Die internationale Lepra-Mission betreibt in Indien, Nepal, Bangladesch, der Demokratischen Republik Kongo und etlichen weiteren Ländern spezialisierte Krankenhäuser für Betroffene.
Die kostenlose Verfügbarkeit von MDT hat es ermöglicht, die Krankheit zu heilen, Behinderungen zu verhindern, Stigmatisierung zu verringern und den Betroffenen ein Weiterarbeiten sowie ein normales Leben zu ermöglichen. Darüber hinaus stellt Clofazimin die Behandlung von Leprareaktionen sicher, die durch plötzlich auftretende, schwere Entzündungsprozesse gekennzeichnet sind und unbehandelt zu Behinderungen führen können.